21 Gramm (Originaltitel: 21 Grams) (2003)

Crime, Drama, Thriller | 124 min
Bewertung:
7.7/10
7.7

Filmkritik

Wer Amores Perros gesehen hat, weiß, was für ein Talent im Oscar®-nominierten Regisseur Alejandro González Inárritu steckt. Und wie Amores Perros ist auch 21 Gramm keine leichte Kost…

Erstmal etwas zum Titel, der mehr auf einen Drogenfilm schätzen lässt als auf ein Drama:

“They say 21 grams is the weight we lose when we die. The weight of five nickels, of a hummingbird, of a chocolate bar – and perhaps also of a human soul.”

Es geht also um den Tod, nicht um Drogen. Und dieser Tod erreicht die zwei Kinder und den Ehemann von Cristina Peck, Oscar-grandios gespielt von Naomi Watts (The Ring), sie werden von dem mehrfachen Gefängnis-Besucher Jack Jordan (hat mit dieser Rolle einen weiteren Oscar verdient: Benicio del Toro) überfahren, der jedoch seit seiner letzten Freilassung extrem gläubig geworden ist und sich freiwillig der Polizei stellt, obwohl ihn niemand bei der Tat gesehen hat. Nachdem Cristina erfährt, dass ihr Mann nicht überleben wird, gibt sie sein Herz für eine Organspende frei. Dritte Storyline, neben der von Cristina und Jack: Paul Rivers (auch für ihn sollte es langsam mal einen Oscar geben: Sean Penn) ist todkrank und wartet auf ein neues Herz, bekommt schließlich das von Cristinas Ehemann. Die Krankheit hat ihn jedoch dermaßen mitgerissen, dass er sich identitätslos fühlt und versucht, die Identität seines Spenders zu finden, und verliebt sich dabei in Cristina. Diese wiederum ist inzwischen bei Drogen zur Trauerüberwindung angekommen (okay, okay, es kommen welche drin vor), und will mit Paul zusammen Jack umbringen gehen. Dies ist die beste Szene im ganzen Film, eine der intensivsten und traurigsten, die man jemals gesehen hat: Cristina erklärt Paul, warum er Jack zu töten habe. Wem bei dieser Stelle kein Schauer über den Rücken läuft, wer nicht nach einem Taschentuch sucht oder wenigstens zusammenzuckt, muss klinisch tot sein.

Und diese Szene zeigt auch die Macht des Films, er regt zum denken an, lässt einen trauern, Emotionen werden ausgeschüttet, und das ganze ohne jeglichen Kitsch. Die Hauptdarsteller sind extrem gut ausgewählt, mit und durch sie lebt der Film. Die Story ist voll mit Wendungen, unerwarteten Charakteränderungen und Handlungen dieser. Auch die Nebendarsteller, wie der Priester oder die Ehefrau Jacks verdienen ein gigantisches Lob, bis zu den Statisten hin ist dieser Film schauspielerisch perfekt besetzt.

Ein Meisterwerk, nicht verpassen!

Jakob Montrasio

Zusammenfassung der Rezension
Datum der Rezension
Name des Filmes
21 Gramm
Gerundete Bewertung
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21 Gramm (Originaltitel: 21 Grams)

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Crime, Drama, Thriller

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