Battle Royale II: Requiem (jap. バトル・ロワイアルII 【鎮魂歌レクイエム】, Batoru Rowaiaru II: Rekuiemu) (2003)

Action, Drama, Thriller, War | 134 min
Bewertung:
7.5/10
7.5
Battle Royale II: Requiem (jap. バトル・ロワイアルII 【鎮魂歌レクイエム】, Batoru Rowaiaru II: Rekuiemu)

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Filmkritik

Während Battle Royale aus dem Jahre 2000 noch mit seiner krassen Geschichte und seiner drastischen Darstellung schockieren wollte, so geht Battle Royale II: Requiem andere Wege: Battle Royale II: Requiem ist mehr ein Antikriegsfilm, die Story ist zwar dem ersten ähnlich, es wird jedoch wesentlich mehr herumgeballert, und die Tode der Schüler sind bei weitem nicht mehr so dramatisch gestaltet wie im ersten Teil.

Der erste Teil lieferte zu den meisten der Schülern wenigstens eine Vorgeschichte, so dass deren Tod tragisch wirkte. In Battle Royale II: Requiem jedoch werden bereits in den ersten 15 Minuten über die Hälfte der 42-köpfigen Schulklasse in einer tollen Anspielung auf den D-Day niedergemetzelt. Und so geht es auch weiter: Alle paar Minuten stirbt ein Schüler, bis zum Ende.

Shuya Nanahara, der mit seiner Freundin nach dem ersten Teil fliehen konnte, ist inzwischen zum Terroristen ausgebildet, in einer imposanten Startszene sehen wir, wie er a la Fight Club mehrere Wolkenkratzer in Tokio in die Luft jagt. Eine sehr schöne Szene, plötzlich scheint Tokio wieder Flach zu sein, und es ragen keine mächtigen Gebauten mehr in den Himmel. Nach dieser Aktion muss Shuya mit seiner Truppe auf eine Insel fliehen, da das Militär ihn sucht.

Und da beginnt der zweite Teil erst richtig: Eine Schulklasse wird gefangen genommen, um ihn auf dieser Insel zu finden und zu töten. Diese stoßen als erstes auf Lehrer Riki, dargestellt von dem inzwischen mehr oder weniger bekannten Riki Takeuchi (Dead or Alive 1-3, Fudoh), der Takeshi Kitano mehr als würdig zu ersetzen weiss. Dieser macht den Schüler, eigentlich exakt wie im ersten Teil, klar, was mit ihnen ist und was sie zu tun haben. Doch es gibt leichte Änderungen bei den Regeln: Die Schüler müssen sich nicht mehr selber töten, sondern haben Missionsziele. Die 42 Schüler werden in Partner aufgeteilt, und falls der eine stirbt, explodiert das Halsband vom anderen. Und: Jeder bekommt von Anfang an eine gigantische, vollautomatische Waffe.

Bei der Inselstürmung gibt es dann, wie gesagt, eine nette Hommage an die D-Day Inszenierung von Steven Spielberg, anschließend stürmen die Schüler weiter ins Insel-innere vor, bekommen es mit Snipern, Bomben und anderen Gefahren zu tun, bis sie schließlich auf Shuya treffen…

Mehr sei hier nicht verraten. Es gibt noch einige Dialoge, die mehr oder weniger philosophisch sind, massig tote Soldaten und ein unerwartet kitschiges Ende in bester Hollywood Manier. Ab einem gewissen Punkt merkt man fasst, das der Sohn des Regisseurs nach dessen Tode den Job übernommen hat. Er scheint Actionfan zu sein, anders lässt sich das Ende mit seinen zehntausenden von Kugeln nicht ganz erklären. Wer weiß, wie der Film geworden wäre, wenn Kinji Fukasaku ihn zu Ende gebracht hätte?

Battle Royale ist nicht so gut wie der erste Teil, aber er ist auch nicht viel schlechter – auf seine eigene Art und Weise. Wer Kriegsfilme mag und am ersten Teil Gefallen fand, wird auch mit Battle Royale II: Requiem zufrieden sein. Wer Battle Royale II: Requiem als einzelnen Film betrachtet, wird ihn für einen ganz guten Kriegsfilm halten.

Jakob Montrasio

Zusammenfassung der Rezension
Datum der Rezension
Name des Filmes
Battle Royale II: Requiem
Gerundete Bewertung
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