Cube²: Hypercube (2002)

Sci-Fi, Thriller | 94 min
Bewertung:
5.5/10
5.5

Filmkritik

Cube habe ich geliebt. Ich mein, der Film war genial. Mit so einem kleinen Budget so einen Film zu drehen, das ist schon stark. Aber während Cube noch um Menschen und ihre Verhaltensweise in Extremsituationen ging, ohne “das große Rätsel” zu lösen, so geht Cube²: Hypercube andere Wege.

Schon am Anfang sieht man Bilder und Aufnahmen außerhalb der Würfel. Man sieht, wie die Leute, die man später im Würfel kennen lernen wird, eingewickelt in Plastikfolie auf irgendwelchen Betten liegen. Schon weiß man, etwas hat sie also gefangen und “eingepackt”. Und dann kommt schon die berühmte Nahaufnahme des Auges, hübsch geklaut aus Teil 1. Der Würfel, in dem die Frau aufwacht, ist komplett weiß. Als Sie dann aufsteht und umherwandert und endlich dann einen der 6 Ausgänge betätigt (die jetzt vollautomatisch auf Händedruck reagieren, und nicht mehr aufgehebelt werden müssen), gelangt Sie in einen anderen Würfel – und wird nach oben weggesaugt. Schnitt. Also gegen den äußerst brutalen, aber dennoch tollen Anfang von Cube kommt dieser hier nicht an. Er will es vielleicht auch gar nicht, da er doch durch diese Szene schon eine wichtige Eigenschaft der neuen Würfel aufdeckt: Sie haben eine 4te Dimension, und das heißt, alles ist möglich. Die Frau ist ganz einfach in einen Würfel geklettert, der auf einer anderen Seite seinen Anziehungspunkt hatte. Aber es wird noch besser: Die Charaktere werden sich im Verlauf des Filmes noch sich selber begegnen, ihren eigenen Tot sehen, sterben, und dennoch wieder “da sein”.

Aber nun mal chronologisch korrekt weiter:
Den ersten, den man richtig kennen lernt, ist Kate, die sich sogleich aufmacht und auf den leicht aggressiven Simon trifft, der Sie mit dem Messer bedroht und leicht angepisst ist, da er “seit mehreren Stunden durch die Würfel taumelt”. Dann geht es relativ schnell: Jerry, Max und Sasha treffen zu ihnen. Sasha ist blind, und scheint sich vor etwas zu fürchten, “das nicht richtig klingt”. Spätestens hier hatte ich das Gefühl das der Regisseur da geschickt Teil 1 und das psychologische Grauen aus “Event Horizon” paart. Diese bunte Truppe macht sich nun auf, den Ausgang gemeinsam zu suchen. Doch statt des Ausganges finden sie einen älteren Herrn, der gerade im Begriff ist, sich zu erhängen. Sie schaffen es zwar, ihn zu retten, doch er ist ohnmächtig. Geschockt durch diese Szene fangen sie an, zu reden, und versuchen sich an das letzt geschehene zu erinnern. Nur Jerry scheint etwas an den Würfeln wieder zuerkennen: Er hat die auf Handdruck aufgehenden Türchen entworfen. Doch wie sich später herausstellt, haben alle etwas mit den Würfeln zu tun… Doch bevor sie weiter rätseln können, fängt der Raum sich an zu verändern. Eine Wand fängt nur so an zu wabern und seltsame Geräusche zu machen. Als sie den ohnmächtigen Mann packen wollen, um ihn mitzunehmen, hat dieser sich bereits festgekettet, und Sie sehen, bzw. hören ihn qualvoll sterben…

Als dann Simon anfängt, langsam durchzudrehen, und noch eine ältere Dame zu ihnen trifft und sie einen für den Nobelpreis nominierten Physiker tot auffinden, entgeht ihnen die Hoffnung, und sie trennen sich nicht ganz freiwillig. Ich gehe zwar nicht davon aus, das der Film es jemals in die Kinos schafft, aber falls ihr ihn mal auf Video/DVD bekommt sollt ihr ja nicht unbedingt das Ende wissen. Nur soviel: Das Ende hat mir den Film verdorben. Es wird versucht, das Geschehene zu erklären, oder auch nicht, das versteht man halt nicht so ganz. Auf jeden Fall war das Ende richtig blöd, und lässt viele Fragen offen, die nicht hätten sein sollen. Bei Teil 1 machte das ja noch Sinn, man wusste halt gar nichts, aber das ist bei Cube²: Hypercube weniger schön gemacht.

Mehr Geld gab es bei Cube²: Hypercube auch, das sieht man bei den vielen Computeranimationen, die Teilweise recht nervig sind. Gut ist, das man das mit den Schauspielern so handelt wie bei Cube: Lauter frische Gesichter, die gut schauspielern können. Das war wirklich überzeugend. Und ok, jetzt wo ich den ganzen Film überdenke, gab es schon ein paar kleine, nette Änderungen mitten in der Geschichte. Wie gesagt, eine seltsame Fortsetzung, die noch mehr Fragen aufwirft als Cube, aber nicht wirklich “schlecht”.
Nun ja, falls er dann irgendwann mal bei euch in der Videothek steht, nehmt ihn euch mal mit und macht euch selbst eine Meinung. Vielleicht habe ich ja auch einen wichtigen Hinweis für das Ende übersehen, wer weiß… 😉

Jakob Montrasio

Zusammenfassung der Rezension
Datum der Rezension
Name des Filmes
Cube²: Hypercube
Gerundete Bewertung
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