Die Stunde des Jägers (Originaltitel: The Hunted) (2003)

Action, Crime, Drama, Thriller | 94 min
Bewertung:
4/10
4

Filmkritik

“Die Stunde des Jägers” heißt im Original “The Hunted”. Und das passt viel besser. Benicio del Toro spielt Aaron Hallam, einen Elite Soldaten, absolut tödlich. Am Anfang vom Film sehen wir ihn im Kosovo Krieg, und wie er bei der Abschlachtung Tausender Zivilisten zusehen muss – bevor er den Befehls-gebenden Offizier mit einem Messer absticht. Den Rest des Filmes ist er der Gejagte – Tommy Lee Jones, das FBI und die lokale Polizei jagen ihn. 90 Minuten lang.

4 Jahre später – Hallam tötet 2 Jäger im Wald und entweidet Sie wie Elche. “Wenn man Tiere nicht mit seinen bloßen Händen töten kann, hat man kein Recht darauf” sagt er zu Ihnen, bevor er Sie tötet. Später wird er noch eine Polizistin fragen, was wäre, wenn es eine Rasse gäbe, die über den Menschen stehen würde. Dass er sich in diese Position erhebt und vor allem warum genau bleibt allerdings ungeklärt.

Wie auch immer, Tommy Lee Jones wird aus dem hohen Norden geholt, um ihn zu fangen, da er ihn ausgebildet hat. So beginnt die Jagd, die im Wald anfängt, durch die Stadt geht und im Wald auch wieder aufhört. Leider schafft es Regisseur Friedkin (French Connection) nicht, die Zuschauer wirklich zu unterhalten. Die Spannungskurve sackt immer mehr ab, die Charaktere sind nicht zu verstehen (eine Anime Serie die ich zur Zeit sehe hat dichtere Charaktere!), die Handlungen vorhersehbar und die Musik nicht treibend.

Wo der Film angefangen hat, mich wirklich zu stören, war allerdings als Hallam seine Frau und Tochter besuchen geht. Mal ehrlich: Ein Mann mit Frau und Kind würde niemals so durchknallen. Das ist einfach nur noch absurd. Der Charakter ist überhaupt nicht ausgefeilt – er ist einfach nur böse, und wir sollen das so hinnehmen. Da er aber die Hauptrolle spielt, geht das nicht so einfach.

Von einem Film mit 2 Oscar Preisträgern hätte ich wirklich mehr erwartet. Aber es sind nicht die Schauspieler, die enttäuschen, es ist das Drehbuch, das völlig un-ausgefeilt ist. Nach dem Film haben wir festgestellt, das der Film viele unnötigen Szenen hatte (und warum zum Teufel war da schon wieder so eine “guck mal, die lieben Kinder am Flughafen” Szene? Müssen die Produzenten da unbedingt ihre Kinder einbringen oder was?) und Szenen die die Charaktere aufgebaut hätten fehlten. Da wird im Schnelldurchlauf die Ausbildung gezeigt, die noch nicht mal schwer aussieht. Also spart euch die 8 Euro für diesen Film auf jeden Fall, investiert sie lieber in X2.

Jakob Montrasio

Zusammenfassung der Rezension
Datum der Rezension
Name des Filmes
Die Stunde des Jägers
Gerundete Bewertung
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