Gozu (jap. 極道恐怖大劇場 牛頭 GOZU) (2003)

Crime, Drama, Horror, Mystery, Thriller | 129 min
Bewertung:
7/10
7

Filmkritik

Mit Gozu beweist Takashi Miike einmal mehr, was für ein verrückter, kreativer Mensch er ist. In bester Lynch Tradition verliert alles seine Logik, und zwei müssen durch den dadurch entstehenden Horror durch: Der Hauptdarsteller und der Zuschauer!

Der Yakuza Minami (großartig: Hideki Sone) muss seinen “Bruder” Ozaki (auch super: Shô Aikawa) aufgrund seiner Gewaltexzesse umbringen lassen. Er soll ihn zu einer Müllhalde in Nagoya fahren und ihn dort zerquetschen lassen. Doch der kommt bei einer harten Brems-Aktion bereits im Auto ums Leben. Also sucht der völlig verzweifelte und panische Minami eine Bar auf, da sein Handy keinen Empfang hat, und er die Nachricht unbedingt weitergeben muss. Doch als er in eine Bar läuft, bekommt er dort prompt etwas zu trinken hingestellt. Das trinkt er auch, doch als er wieder zum Auto zurückgeht, ist die Leiche weg!

So muss er sich mit einer lokalen Yakuza Bande zusammentun und den Untoten wieder finden – doch er wird erstmal mit Milchgebenden Omas und Kuhmenschen konfrontiert… Und den Ozaki, den er zu finden hofft, kommt erst viel später…

Gozu ist wie alle Miikschen Filme voll mit kranker und abgefahrener Ideen. Ruhig und langsam inszeniert, aber trotzdem eine wilde Reise. Abgefahrene Charaktere wie der halb-weiße Yakuza (Meine eine Gesichtshälfte hat keine Pigmente!) und coole Musik machen den Film richtig “rund”. Zwar ist er mit 129 Minuten für meinen Geschmack so etwa 20 Minuten zu lang, aber das tut keinen wirklichen Abbruch. So hat man mehr Zeit, sich all die vielen Details in den Bildern anzusehen, die versteckt sind. Es macht immer wieder Spaß, Japan und deren Häuser, bzw. Innenräume zu sehen…

Also wer Miike Filme mag, der wird auch Gozu mögen. Wer David Lynch Filme mag, wird Gozu auch mögen…

Jakob Montrasio

Zusammenfassung der Rezension
Datum der Rezension
Name des Filmes
Gozu
Gerundete Bewertung
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