Insomnia – Schlaflos (2002)

Drama, Mystery, Thriller | 118 min
Bewertung:
9/10
9

Filmkritik

Wie man eine Geschichte mitreißend erzählt beweißt der 32 jährige Regisseur Christopher Nolan mit Insomnia – Schlaflos nochmals. Das hat er zuvor schon mit Memento bewiesen.
Memento war einer der besten, wenn nicht der beste Thriller (okay, der Neuzeit, an Hitchcock wird niemals jemand rankommen) den ich gesehen habe. Das Spiel des Darstellers mit der Umwelt und seinen tätowierten Fakten war wirklich… genial. Das fand wohl auch Steven Soderbergh (Ocean´s Eleven etc.), der ihm diesen Film produziert hat.

Und was für ein Glück das ist. Denn mit dessen Hilfe kam wohl auch Al Pacino ins Boot. Al Pacino ist einer der besten Darsteller überhaupt (man denke nur an “Heat”! Hach…), und zusammen mit Nolan und Soderbergh konnte ja nur etwas gutes rauskommen.
Und das tat es.

Nolan erzählt uns die Geschichte Detective Will Dormer (Pacino), der zusammen mit Kollege Eckhart (Martin Donovan, auch ein sehr guter Schauspieler) nach Alaska geschickt wird, um dort einen seltsamen Mord an einem jungen Mädchen aufzuklären. Nachdem man dem Täter eine Falle gestellt hat, allerdings einen Fluchtweg übersehen hatte, kann dieser entkommen und es kommt zu einer Schießerei im Nebel. Dabei erschießt Dormer Eckhart. Doch aufgrund einer “Internal Affair”, die im Department gegen Dormer läuft, lügt er und sagt der entkommene Täter hätte geschossen. Da er angesehen ist und quasi eine Legende, glaubt man ihm sofort. Als er es dann sogar noch schafft die Kugel, die im Körper von Eckhart steckt, mit der aus einer anderen Pistole zu ersetzten, scheint dieses Problem gegessen zu sein.

Doch dann ist da ja noch der Killer, den es zu finden gilt… Und die lokale Polizistin Ellie Burr (Hilary Swank, großartig!!!), die nicht ganz an die Unschuld Dormers glaubt… Und das alaskische Wetter, das langsam Halluzinationen hervorruft (in Alaska wir es jeweils 6 Monate nicht dunkel / hell)…

Da ist diese Szene, in der Al Pacino die Frau seines erschossenen Kollegen anruft… Und dem Killer die Schuld in die Schuhe schiebt, obwohl er ihn erschossen hat. Diese Nahaufnahme, dieser Kampf mit sich selbst… Eine Szene, die man nicht mehr vergisst. 

Mehr sag ich nicht zur Geschichte. Natürlich kommen noch einige Wendungen, und glaubt mir: Man hat gut zu zittern…

Aber zu den Schauspielern muss ich noch etwas sagen: Al Pacino spielt seine Rolle mit so viel Leidenschaft und Liebe, man kann total mit ihm mitfühlen, man ist selber ein bisschen Dormer. Und dann ist da noch Robin Williams als Schriftsteller… auch er liefert eine einmalig Performance ab. Und Hillary Swank als doch nicht so dumme Polizistin, wow! Großartig. Selten haben in einem Film wirklich alle Schauspieler so grandios und überzeugend gespielt. 

Die stimmige Musik untermalt die Spannung dazu noch sehr dezent, es kribbelt, kitzelt, man ist total angespannt, die Musik lässt einen wieder gehen… Sauberer Score, David Julyan! 
Und dann die Kamera. Wally Pfister, die sich auch in “Memento” um die Kamera kümmerte, gibt diesem Film mit den besonders schönen Aufnahmen eine spezielle Note. Der Kameraflug am Anfang über eine Schnee-Wüste vor Alaska ist sooo schön! Und auch der Rest, immer voll dabei. von beängstigenden bis zu entspannenden Einstellungen ist alles dabei.

Tja, wenn Ihr bis hierhin gelesen habt, werdet Ihr wohl verstanden haben, das mir der Film gut gefallen hat…
Wenn euch Filme alla “Die purpurnen Flüsse” oder “Memento” gefallen, dann seht zu dass Ihr Kinotickets bekommt!

Jakob Montrasio

Zusammenfassung der Rezension
Datum der Rezension
Name des Filmes
Insomnia – Schlaflos
Gerundete Bewertung
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Drama, Mystery, Thriller

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