Kampfansage – Der letzte Schüler (2005)

Action, Sci-Fi | 102 min
Bewertung:
7/10
7

Filmkritik

Wow. Wowowow. Wow. Ich hatte nicht viel erwartet, und unglaublich viel bekommen. Kampfansage – Der letzte Schüler ist ein deutscher Martial Arts Film, der cool aussieht, gute Ideen hat und tatsächlich Spaß macht!

Dass ich so etwas noch erleben darf. Was Regisseur Johannes Jaeger da mit einem Mini-Budget von 300.000 Euro angestellt hat, ist beeindruckend: Der Film spielt im Jahre 2045 oder später, nachdem die Ordnung in Europa irgendwie zusammengebrochen ist und ein böser Herrscher dank eine Kampfkunst Armee die Macht übernommen hat. Schusswaffen gibt es kaum noch, daher kämpft und verteidigt man sich mit Karate oder anderen Kampfsportarten.

Erste tolle Szene im Film: Wie gezeigt wird, wie sich auf einem Schlachtfeld Hand, Fuß und Heugabel gegen Maschinengewehre durchsetzen. Sehr, sehr cool. Auf jeden Fall will dieser Herrscher all die Kampfkunst Meister umbringen lassen, um niemals in Gefahr geraten zu können. Gegen den letzten tritt er höchstpersönlich an, und wird – unerwartet – von diesem umgebracht! Hehe. Wow. Allein diese Szene tritt dummen Kung-Fu Klischees schon richtig in die Eier…

Man merkt sofort, dass Kampfansage gegen den Strom schwimmt, und keinen Bock hat auf all die Standard Klischees, die man aus Martial Arts Filmen seit Jahrzehnten kennt. Wie dem auch sei, 20 Jahre später oder so ist der Sohn dieses bösen Herrschers aufgewachsen und rächt seinen Vater. Während der Rache-Aktion trifft er auf Jonas, den letzten Schüler – daher auch der Titel – dieses letzten Kampfkunst Meisters. Kaltblütig schießt er ihm durch die Brust (bzw. die andere böse Hälfte, seine Schwester), und lässt ihn liegen. Seinen Meister bringt er um. Doch Jonas rettet sich irgendwie und kommt dann wieder Jahre später in das völlig zerstörte Berlin zurück, um das von den Bösen geraubte Buch mit allen Kampfkünsten zurückzuholen.

Schon bald erfolgt die Kampfansage, und der alles entscheidende Kampf beginnt…

Die Martial Arts in KAMPFANSAGE sind, ähem, der Hammer. Zwar alles ein bisschen schnell geschnitten, aber dennoch überzeugend und toll choreographiert. Die vielen Computereffekte sind auch sehr gelungen, besonders das zerstörte Berlin erzeugt eine glaubwürdige Atomsphäre. Dazu kommt der coole Soundtrack, in dem auch richtig gute Hip-Hop Musik zu finden ist.

KAMPFANSAGE – DER LETZTE SCHÜLER ist innovativ, witzig, gut gemacht und überzeugt, schlicht und einfach. Wenn jeder zweite deutsche Film diese Eigenschaften hätte, gäbe es wieder eine Zukunft. Nur der Titel… Jungs! Hätte man einfach nur das KAMPFANSAGE fallen gelassen und den Film DER LETZTE SCHÜLER genannt, wäre das noch besser geworden.

Jakob Montrasio

Zusammenfassung der Rezension
Datum der Rezension
Name des Filmes
Kampfansage - Der letzte Schüler
Gerundete Bewertung
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