Minority Report (2002)

Action, Adventure, Crime, Drama, Mystery, Sci-Fi, Thriller | 145 min
Bewertung:
7/10
7

Filmkritik

Hey Freunde des Jaguars…

Komme gerade von der Donnerstag – Morgen Premiere (00.01 Uhr Blödsinn 😉 von Spielbergs neustem Werke “Minority Report” zurück… …und bin immer noch leicht verwirrt. Nein, nicht wegen dem Film, sondern wegen der Diskussion danach, die ich mit sechs Freunden nach dem Film um 02.irgendwas Uhr auf der Hauptstraße hatte. Wir haben circa eine halbe Stunde lang über die Zukunft und Wahrsager und anderes Zeug was zum Film passte diskutiert.
Warum? Ja, weil das mal wieder so ein Film ist, der zum Nachdenken und diskutieren anregt.

Wir identifizieren uns im Film Minority Report mit John Anderson, eine Art Ethan Hunt des Jahres 2054, ein Precop, der Verbrechen verhindert, bevor sie geschehen können. Tom Cruise passt in diese Rolle, der junge (??!), energische Cop, der nur noch für seinen Beruf lebt, da sein Sohn mit 8 Jahren verschwand und nie mehr auftauchte. Seine Aufgabe ist es im Falle eines Alarms für einen bevorstehenden Mord die Bilddaten die übermittelt werden zu entschlüsseln, um den Mord dann zu verhindern.

Nach ein paar weiteren Minuten Film, in denen man Informationen rund um die Spielbergsche Zukunft erhält, passiert dann natürlich das Unglaubliche: John sieht sich in einem vorhergesehenen Mord selbst als Mörder. Dann geht das flüchten los…

Das Problem das der Film hat, sind die technischen Spielereien. Da entdeckt man in jeder neuen Kameraposition unendlich viele tolle Sachen, wie zum Beispiel eine Zeitung, bei der Anstatt einfache Bilder ganze Videos ablaufen, bei der sich automatisch die Schlagzeile ändert, sobald es eine neue gibt. Da sind die Kameras, die die Augen abtasten, und individuell Werbung zeigen. Und anstatt sich auf die Story zu konzentrieren, fängt man mitten im Film an, sich Gedanken um Autos in der Zukunft zu machen. Ich habe mich selber mehrmals dabei ertappt.

Nun ja, wie man es von Spielberg gewohnt ist, überzeugt der Film visuell, technisch, musikalisch und Ideen-artig auf ganzer Linie. Nur mit den Emotionen tut sich der alte Meister seit den letzten 2 oder 3 Filmen schwer. Es kommen einfach keine auf! Das Einzige, was einen bewegt, sind die Schock-Szenen, bei denen man entweder im Sitz zusammenzuckt oder vor Ekel wegguckt.

Da die Geschichte des Films auf einer Kurzgeschichte von Phillip K. Dick basiert, sollte ich ihn noch kurz mit Blade Runner vergleichen (denn dieser basiert ebenso auf einer Geschichte von Dick).
Blade Runner ist auch einer dieser technisch verspielten Filme, allerdings erzeugt Blade Runner eine wesentlich eindringlichere Atmosphäre als MR. Die Anfangsszene Blade Runners mit der Kamerafahrt über die total industrielle Großstadt wird wohl auf ewig unvergessen bleiben. Minority Report springt mit den Locations auch viel zu wild rum: Da ist John in seinem High-Tech Appartement, da rennt John im Wald rum, da liegt John in einer total chaotischen Wohnung rum, die meine hätte sein können. Irgendwie zu viel, zu wild. Man beißt nicht so ganz an.
Schauspielerisch überzeugt Blade Runner auch eher, da man Harrisson Ford noch nie in einer ähnlichen Rolle sah. Und Tom ist nun mal zu Ethan Hunt geworden…

Nun gut, ich will euch nicht nur Negatives über den Film berichten. Er ist auf jeden Fall sehenswert, nicht unbedingt ein Muss, aber man hat danach ein “realistisches” Bild von der Zukunft und hat einigen Diskussionsstoff. Definitiv besser als der ganze andere Hollywood Müll alla “Genug” (ja, JLO, von dir haben wir echt genug) der zur Zeit in deutschen Kinos tobt und auf Power Ranger Prinzipien (Probleme mit Gewalt lösen!) basiert.

Geht rein, bereuen werdet Ihr es nicht, aber stellt nicht zu hohe Erwartungen an den Film. Minority Report will Popcorn Kino sein und das ist es – und noch ein bisschen mehr.

Jakob Montrasio

Zusammenfassung der Rezension
Datum der Rezension
Name des Filmes
Minority Report
Gerundete Bewertung
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Action, Adventure, Crime, Drama, Mystery, Sci-Fi, Thriller

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