Nausicaä aus dem Tal der Winde (jap. 風の谷のナウシカ, engl. Nausicaä of the Valley of the Wind) (1984)

Animation, Adventure, Fantasy, Sci-Fi | 117 min
Bewertung:
8.5/10
8.5

Filmkritik

Zur Story:
In “Nausicaä aus dem Tal der Winde” erzählt uns Miyazaki eine Fantasy-Geschichte aus der Zukunft: Nach einem Weltkrieg in unserer Zeit, für den gigantische, selbst denkende Roboter gebaut wurden, ist die Erde komplett zerstört worden, fast überall ist nur noch Wüste, zudem schwirren giftige Dämpfe durch die Luft, und es gibt nur noch wenige Menschen. Aber selbst diese haben nicht viel dazugelernt: Statt die riesigen Insekten und Tiere, die über die Jahrhunderte hinweg in den giftigen Gegenden entstanden sind in Ruhe zu lassen, wollen sie einen der gigantischen Roboter, den sie wiederentdeckt haben, zum laufen bringen um die Erde wieder zu “entgiften”. Das sie sich dabei übernommen haben, merken sie erst, als es schon fast zu spät ist…

Wir erleben dieses Märchen aus der Sicht der Nausicaä, eine Prinzessin, die aus einem “Tal des Windes” kommt. Dieses “Tal des Windes” ist dank seiner Lage (nahe am Meer) und dem ungiftigen Wind einer der wenigen fruchtbaren Gegenden. Nausicaä liebt die giftigen Gegenden und ihre Kreaturen, ausgestattet mit Gleitflieger und Gasmaske geht sie dort immer wieder auf Erkundungsreise, um unter anderem auch Proben zu nehmen, da ihr Vater Gift eingeatmet hat und sie ein Gegenmittel herzustellen versucht. Nausicaä würde also bis an ihr Ende mit all den anderen zusammen in diesem ruhigen Tal leben, wenn nicht eines Tages ein riesiges, unter Angriff von Insekten stehendes Flugzeug dort abstürzten würde. Dann wird sie plötzlich mit den anderen, schlechten Menschen konfrontiert, die alle Insekten töten wollen und die giftigen Zonen wieder belebbar machen wollen. Mit all ihrer Kraft und Liebe setzt sie nun alles daran, ein gutes Ende zu finden…

Der Film:
Nausicaä aus dem Tal der Winde ist äußerst ernst und intensiv. Es gibt viel Gewalt, nicht verherrlichend, sondern weil sie einfach zur Story passt und gehört. Und der ganze Film ist etwas dunkel und depressiv. Nicht unbedingt für kleinere Kinder geeignet, eher ab 12 Jahren. Aber auch mir (ich bin 20) hat der Film wahnsinnig viel Spaß gemacht. Wie alle Miyas. Die Atmosphäre die der Film aufbaut, ist einfach unbeschreiblich. Alle Miyas fangen etwas seltsam an, aber spätestens nach 30 Minuten ist man so von der Hülle gefangen, die der Film erzeugt, das man seine Umwelt gar nicht mehr wahrnimmt. Wie ein gutes Buch, das man um zum einschlafen lesen möchte, und plötzlich ist die Nacht rum, und man liest noch immer…

Fazit:
Im Vergleich mit dem Manga sieht der Film fast schon schlecht aus, aber ihn hier so zu bezeichnen wäre ungerecht und böse. Schließlich hat sich Miyazaki für den Manga 12 Jahre Zeit gelassen, während der Film vor bzw. während dem Manga entstand. Wenn man sich den Manga einfach wegdenkt, ist der Film ein wundervolles, wenn auch düsteres und spannendes Fantasy-Märchen voll guter Moral und atemberaubenden Szenen. Am besten mit diesem Film einen Abend anfangen, und dann etwas lockeres einschieben, wie Kiki oder Totoro.

Jakob Montrasio

Zusammenfassung der Rezension
Datum der Rezension
Name des Filmes
Nausicaä aus dem Tal der Winde
Gerundete Bewertung
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Trailer & Videos

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Nausicaä aus dem Tal der Winde (jap. 風の谷のナウシカ, engl. Nausicaä of the Valley of the Wind)

Trailer: Nausicaä of the Valley of the Wind

Animation, Adventure, Fantasy, Sci-Fi

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