Revenge of the Warrior – Tom Yum Goong (Thai: ต้มยำกุ้ง, int.: The Warrior King / The Protector / Thai Dragon) (2005)

Action, Crime, Drama, Thriller | 111 min
Bewertung:
8/10
8
Revenge of the Warrior – Tom Yum Goong (Thai: ต้มยำกุ้ง, int.: The Warrior King / The Protector / Thai Dragon)

Infos zum Film

Filmkritik

Nach dem grandiosen ONG BAK – MUAY THAI WARRIOR hat man es fast schon erahnen können: Mit einem ordentlichen Budget könnten Prachya Pinkaew und Tony Jaa etwas richtig Großes auf die Beine stellen. Und mit Revenge of the Warrior – Tom Yum Goong wird diese Vorahnung nun mehr als nur erfüllt. Die Story ist einen Tick komplexer als die von ONG BAK, aber wesentlich mehr Gehirnzellen werden hier auch nicht benötigt. Ich habe den Film sogar ohne Untertitel gesehen, was nicht weiter tragisch ist, da um die 40% aller Dialoge ohnehin in englisch geführt werden – mit thailändischen Untertiteln.

Erzählt wird die Geschichte von Kham, einem thailändischen Jungen, der mit Elefanten und seinem Großvater aufgewachsen ist. Extrem dick aufgetragen wirkt die Elefantenstory anfangs, aber es soll die Liebe dieses Jungen zu Tieren verdeutlichen. Irgendwann ist aus diesem kleinen Jungen dann der kräftige Tony Jaa herangewachsen – und schon legt der Film den zweiten Gang ein. Bei einem Besuch mit zwei ihrer Elefanten in der Großstadt zwecks ärztlicher Untersuchung dieser geht so ziemlich alles schief, was nur schiefgehen kann: Nicht nur werden die beiden Elefanten, ein kleines Elefantenbaby und ein großer und alter Elefant, entführt, sondern auch noch der Großvater von Tony Jaa angeschossen.

Was soll man lange um den heißen Brei reden: Bei Revenge of the Warrior – Tom Yum Goong wurde schlicht und einfach die Buddhastatue aus ONG BAK gegen Elefanten ausgetauscht. Jetzt liegt es an Tony Jaa, den Elefanten hinterherzuspüren und sie zurückzubringen. Sein Weg führt schon sehr bald nach Sydney, wo er es mit Horden von Gegner aufnimmt und so ziemlich jeder Stunt ein akrobatischer Orgasmus ist. Fertig.

Selbst Stuntgott Jackie Chan muss verstanden haben, dass er nun sein Zepter an Tony Jaa abgeben muss, anders kann man den herrlichen Cameo im Arnie-meets-The-Rock in THE RUNDOWN Style nicht erklären. Was für eine sympathische Szene im Film! Unglaublich, so etwas miterleben zu dürfen. Ein Götterwechsel!

Dann sind da Szenen, bei denen man einfach nicht glauben kann, was man grade gesehen hat. Das kann nicht sein. Zu blöd, dass es im Kino keine Möglichkeit gibt, zurückzuspulen. Wenn Tony Jaa zum Beispiel gegen eine Bande von Rollerbladern antritt, und diese nach und nach auseinander nimmt, und während diesem Kampf wie ein Affe von Objekt zu Objekt springt, gleichzeitig kickt und boxt – MANN! Da ist alles zu spät. Und das ist nur der erste grössere Kampf!

Richtig, richtig, richtig krass wird es im „Revenge of the Warrior – Tom Yum Goong“-Restaurant, eine 10 minütige Kampfszene, ohne einen einzigen Schnitt. Tony Jaa kämpft sich einen Spindelturm empor, kickt ununterbrochen auf Leute ein, wirft diese den Gang runter, haut Köpfe in Wände rein und was-weiß-ich. 10 Minuten ohne einen Schnitt. Unglaublich. Wie zum Teufel haben die das choreographiert bekommen? Das toppt sogar John Woos 10 minütige Schussszene mit Chow Yun Fat in HARD BOILED! UNGLAUBLICH!

Bei der Kampfszenen gegen einen Capoeirakämpfer hat sich Tony Jaa sichtlich richtig viel Mühe gegeben – er ist übrigens auch für die Choreographien in dem Film verantwortlich: Während er anfangs seinem Gegner klar unterliegt, adaptiert er nach und nach des Gegners Kampfstil und wandelt seinen eigenen so ab, dass er letztendlich siegt. Einfach nur irre, wie man sogar als Zuschauer hier begreifen kann, was gerade passiert – und die Kampfumgebung, ein brennender Tempel, macht das Ganze nur noch besser.

Vom Showdown hier zu viel zu verraten wäre extrem böse – nur so viel: Die minutenlange Szene, in der, und das ist nicht übertrieben, im Sekundentakt ein Knochenbruch Geräusch durch die Lautsprecher brüllt, toppt gar Uma Thurmans Sushi-Restaurant-Todestanz in KILL BILL VOL. 1. Und die letzte Einstellung in dieser Szene, so viel ist klar, zollt Tribut an diesen Film.

Wer nach Revenge of the Warrior – Tom Yum Goong nicht Fan von Tony Jaa geworden ist, muss entweder Martial Arts hassen oder blind sein. Von weiblicher Begleitung sollte man übrigens auch abraten – hier wird nonstop nur geprügelt.

Die Nebenfiguren in dem Film sind entweder Bösewichte, hilflose Prostituierte oder Sidekicks – viel mehr gibt es hier nicht. Der Soundtrack ist gelungen, und orientiert sich dezent an den Kampfszenen. Die Sets sind natürlich sehr unecht, aber dienen sowieso nur dem Zweck, die Akrobatik der Martial Arts Künstler ans Maximum zu bringen.

Bei einer Szene musste ich richtig lachen: Da begegnet Tony Jaa in den Strassen von Sydney einem Pärchen, die Frau hält eine DVD in der Hand und haut sie ihrem Freund gegen dem Kopf – mit den Worten „It’s bad to buy pirated DVDs! Don’t do it again!“.

Zum Fazit muss man sich auf das Niveau eines zwölfjährigen begeben: Superderbgeil. Revenge of the Warrior – Tom Yum Goong ist kein anspruchsvoller Film, kein Film, der Geschichte schreiben wird, aber er fordert eines: Adrenalin. Wie Sau. Und dass das Spaß macht, kann niemand bestreiten!

Jakob Montrasio

Zusammenfassung der Rezension
Datum der Rezension
Name des Filmes
Revenge of the Warrior – Tom Yum Goong
Gerundete Bewertung
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Revenge of the Warrior – Tom Yum Goong (Thai: ต้มยำกุ้ง, int.: The Warrior King / The Protector / Thai Dragon)

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Action, Crime, Drama, Thriller

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