Severance – Ein blutiger Betriebsausflug (Severance – Another bloody office outing) (2006)

Comedy, Horror, Thriller | 96 min
Bewertung:
7.5/10
7.5

Filmkritik

Wie viel Regisseur Christopher Smith innerhalb von zwei Jahren dazugelernt hat, ist fast schon atemraubend. Beim Fantasy Filmfest 2004 stellte er noch den mittelmäßigen Creep mit Franka Potente im Rohschnitt vor, und kaum zwei Jahre später hat er mit Severance einen Film erschaffen, welcher sogar eine Szene hat, die man nie wieder vergessen wird. Wow!

Severance ist eine Horror-Thriller-Komödie im Stil von Shaun Of The Dead, very british also. Es geht um ein englisches Verkaufsbüro, Verkäufer von Waffen, um genau zu sein. Dank der guten Umsatzzahlen darf also das Büro aus England ein Wochenende mit „Team-Freizeit“ in Ungarn verbringen. Doch als sie in den Bergen nahe der Herberge ankommen, stoßen sie auf einen umgefallenen Baum, und der Busfahrer weigert sich, einen Umweg zu fahren. Also steigt das Team aus, und geht zu Fuß weiter – und landet in dem falschen Haus. Was sie natürlich nicht wissen: Sie sitzen in einem Haus von alten Kriegsverbrechern, die umgebracht werden sollten, sich jedoch befreien konnten und einfach nur in Ruhe dort leben möchten. Und schon beginnt das sterben…

Liest sich wie ein typischer Horrorfilm, ist es aber nicht. Der Humor in diesem Film ist beängstigend. Da gibt es eine Szene, in der ein abgehacktes Bein nicht in einen Kühlschrank passt, und der arme Helfer dem abgehackten Bein den Schuh ausziehen muss. Bei der Szene wird einem total schlecht, aber gleichzeitig bekommt man Lachkrämpfe. Böse, böse, böse. Und dann gibt es die Szene mit dem Raketenwerfer, oben bereits erwähnt, so etwas beklopptes und witziges habe ich lange nicht mehr gesehen. Genial!

Und die Figuren, auch irre, da gibt es den Drogen-Junkie, der konstant Witze erzeugt, den manischen Perfektionisten, die depressive Hässliche – und natürlich die Heldin Maggie, gespielt von Laura Harris, bekannt durch Robert Rodriguez‘ The Faculty und eine TV-Serie namens 24, die man sowieso kennen sollte. Danny Dyer als Drogen-Junkie Steve ist neben Heldin Maggie die absolut sympathischste Figur, alleine schon wegen dem „Guck nicht dauernd auf meinen Penis!“ Satz.

So viel Gore und Splatter wie bei Creep gibt es diesmal dafür nicht, zwar sehen wir ein abgehacktes Bein und ein paar Innereien, aber richtig ekeln will uns Regisseur Smith nicht. Danke dafür, denn während dem gruseln zu lachen ist schon hart genug, auch noch erbrechen zu müssen wäre dann zu viel des Guten. Eine Erwähnung hat auch der Soundtrack verdient, der ein paar Mal im Film die spannungsgeladene Stimmung mit irgendeinem bescheuerten Pop-Song durchbricht. Auch dieser Satz liest sich sicherlich seltsam, wenn man den Film nicht gesehen hat, aber: Es passt unglaublich gut, und ist zum brüllen komisch.

Severance ist irgendwie ein seltsamer Mix aus Ein Fisch Namens Wanda und Hostel, der unglaublich gut funktioniert. Fans von Shaun Of The Dead werden diesen Film sowieso lieben, aber wer Horrorfilme oder Komödien mag, sollte auch zugreifen. Lachen und zittern garantiert!

Jakob Montrasio

Zusammenfassung der Rezension
Datum der Rezension
Name des Filmes
Severance – Ein blutiger Betriebsausflug
Gerundete Bewertung
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Severance Poster

Trailer: Severance

Comedy, Horror, Thriller

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