The Final Cut – Dein Tod ist erst der Anfang (2004)

Drama, Sci-Fi, Thriller | 95 min
Bewertung:
6.5/10
6.5
The Final Cut – Dein Tod ist erst der Anfang

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Filmkritik

In THE FINAL CUT spielt Robin Williams einmal mehr eine ernste Rolle – er scheint sich wirklich vom Kinderfilm-Image trennen zu wollen. Er übernimmt die Rolle des Hakman, ein professioneller Cutter, der Filme zusammenschneidet. Doch nicht irgendwelche Filme, nein, sondern Lebensfilme eines Menschen, die durch einen sogenannten Zoe-Chip während dessen Lebenszeit jede Sekunde aufnahmen. Wie viel Minuten Film hat eine Lebenszeit etwa? Geht man von einem Alter von 75 Jahren aus, wären das 2.365.200.000 Minuten Film – wie zum Teufel sollte man das jemals alles analysieren und verarbeiten können? Daher hat Hakman ein besonderes Gerät, namens Guillotine, die alle Daten durchcheckt und filtert. So werden Materialien wie Schlaf, Essen etc., also Dinge, die niemanden interessieren, gleich ausgefiltert. Aus dem übrig gebliebenen Material schnippelt Hakman dann einen zweistündigen Film zusammen, der bei dessen Beerdigung läuft, so dass die Verbliebenen sich positiv an den Verstorbenen erinnern können.

Die große Kunst dabei ist es, einerseits einen positiven und andererseits schönen und nicht langweiligen Film herzustellen – und auf diesem Gebiet ist Hakman der Beste. Völlig emotionslos erscheint er dem Zuschauer am Anfang, und während die Geschichte fortläuft, versteht man, warum das so ist. Hakman sieht natürlich nicht nur die schönen Erinnerungen der Menschen, sondern auch die andere Seite – die böse Seite. Im Film wird das durch eine brillante Szene dargestellt: Hakman läuft nach der Beerdigung eines Kunden durch die Menge und stößt auf die Witwe, die sich mit dem Kindermädchen unterhält. Sie wendet sich zu Hakman und dankt ihm dafür, einen so schönen und respektvollen Film gemacht zu haben. Hakman sagt etwas wie “Dafür bin ich da” und blickt zum Kindermädchen. Es kommt zu einem Schnitt und man sieht Hakman am Schnittpult, wie er eine Aufnahme des Verstorbenen sieht, bei der er sich an dem Kindermädchen vergeht. So Szenen gehen unter die Haut!

Doch leider bietet THE FINAL CUT nicht allzu viele davon, besonders der wirre Schnitt macht es schwer, immer alles sofort zu verstehen. Die Nebenstories mit Mira Sorvino und Jim Caviezel sind leider auch nicht sehr konsequent und wirken im Nachhinein irgendwie wahllos. Die Kamera wiederum überzeugt, und der bombastische Soundtrack ist mehr als gut gelungen.

Für einen ersten größeren Film hat Regisseur Omar Naim einen guten Thriller vorgelegt, der unterhält und eine völlig neue Idee bietet – nur die Umsetzung ist teilweise etwas… stressig. Dennoch lohnt sich THE FINAL CUT, die schauspielerischen Leistungen, die Kamera und der tolle Soundtrack reißen das wieder raus.

Jakob Montrasio

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The Final Cut – Dein Tod ist erst der Anfang
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