The Last Samurai (2003)

Action, Drama, History, War | 154 min
Bewertung:
9/10
9

Filmkritik

Nie zuvor hat ein Filmjahr in Deutschland mit einem solchen Meisterwerk begonnen: Last Samurai ist wesentlich mehr als nur der “neue Tom Cruise”.

Viel Wert legte Regisseur Zwick, der sich mit diesem Film einen Traum erfüllte, auf die erfundene, aber zeitlich authentische Geschichte und deren Charaktere. Der Film spielt 1877. Tom Cruise spielt Nathan Algren, einen Captain der amerikanischen Armee, der bei den Massakern mit den Indianern mitmorden musste und seit der Rückkehr ein Alkohol-Wrack ist. Bei den Massakern an den Indianern, bei denen etwa 200 Soldaten über 2000 Indianer im wahrsten Sinne des Wortes abgeschlachtet haben, hat er seine Seele und seine Ehre verloren. Geplagt von Albträumen und schlechtem Gewissen verdient er sich sein Geld als “Kriegsheld” auf einem Rummelplatz.

Doch eines Tages kreuzt sein Ex-General auf, den er verachtet, und bietet ihm einen Job an: Er soll nach Japan gehen und die Armee trainieren, um die dort aufständigen Samurai zu schlagen. Diese wehren sich gegen den Fortschritt, dargestellt durch die Eisenbahn, und manipulieren immer wieder die Pläne Omura, einem Beauftragten des japanischen Kaisers, durch Anschläge. Der hohe Lohn, der ihm versprochen wird, verlockt ihn, und so nimmt er den Job an.

In Japan angekommen beginnt Algren sogleich mit dem Ausbilden und bringt den Soldaten bei, mit Gewehren umzugehen. Schon nach kurzer Zeit gibt es wieder einen Anschlag auf die Eisenbahn, und der verärgerte Omura schickt Algren mit den Truppen los, um die Samurai zu vernichten. Algren rät ihm davon mehrmals ab, da die Soldaten noch nicht fertig ausgebildet seien, doch Omura bleibt hart. Und so endet die erste Schlacht für die japanischen Armee mit einem herben Rückschlag, zudem können die Samurai den schwer verwundeten Algren gefangen nehmen und verschleppen ihn in ihr Dorf. Dort wird er mit der Kultur und dem Kodex der Samurai konfrontiert…

Tom Cruise spielt den extrem komplexen Charakter von Algren mit einer Qualität, die man ihm nie zugetraut hätte. Aber auch die anderen Hauptrollen, Ken Watanabe, Masato Harada und William Atherton sind dermaßen gut, dass man seine Umwelt komplett vergisst und in das alte Japan mit Geist und Seele abtaucht. Die Entwicklung, die Algren während dem Film durchmacht, ist mehr als nur interessant, sie ist wunderschön und mitreißend. Viel Wert konnte man dank des 100 Millionen Dollar Budgets auch auf das Setdesign legen, das mehr als nur gelungen ist. Wer einmal in Japan war und den Film sieht, merkt, wie viel Mühe man sich gegeben hat, es gibt Unmengen an Details zu entdecken. Auch die wenigen, gut eingesetzten Spezialeffekte tragen zur Story bei und stehen nicht im Vordergrund, wie es bei mehreren Filmen zur Zeit leider ist. 

Der Soundtrack ist anfangs ruhig und begleitet angenehm bei den Abenteuern mit Algren. Bei der finalen Schlacht wird er richtig bombastisch und mitreißend. Die Kamerafahrten bei Landschaftsaufnahmen sind auf Herr der Ringe Niveau, spektakulär, und bei Dialogen ruhig und angenehem. Sehr schön sind auch die Schlachten gefilmt, hektische Kamera, viele Nahaufnahmen, der Moment des Krieges wird visuell optimal verarbeitet.

Last Samurai ist ein zeitloser Film, er kommt teilweise an alte Filme von Kurosawa ran, und wird auch in 500 Jahren noch als Meisterwerk gelten.

Nicht verpassen!

Jakob Montrasio

Zusammenfassung der Rezension
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The Last Samurai
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Action, Drama, History, War

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