Troja (Originaltitel: Troy) (2004)

Drama, History, Romance | 163 min
Bewertung:
8.5/10
8.5

Filmkritik

Nach den ersten Trailern erwartete man es schon, und es bewahrheitet sich: Troja ist maßlos übertrieben, voll mit starken Abweichungen von der originalen Erzählung und kitschig bis zum letzten Dialog. Dennoch: Der Film funktioniert.

Natürlich ist es schon unverschämt von Petersen, sich die Historie so zusammenzubauen, dass sie auf der Leinwand funktioniert – bei Herr der Ringe hat die teilweise krasse Änderung der Geschichte auch funktioniert, und Geschichte ist Geschichte, Antike ist Antike, Buch ist Buch, Kino ist Kino! Ob wirklich 50.000 Griechen Agamemnon in die Schlacht bei Troja begleitet haben? Keine Ahnung, aber es ist visuell verdammt beeindruckend! Und das ist der ganze Film: Perfekte Sets, perfekte Darsteller und Massenschlachten, die Herr der Ringe mehr oder weniger den Finger zeigen. Auch wenn Petersen darauf nicht unbedingt aus war, wirkt es so – einfach echt, und nicht nach Computer.

Brad Pitt ist als Achilles perfekt besetzt, ebenso Eric Bana als Hector, nur Orlando Bloom als Hectors Bruder Paris überzeugt nicht. Womit wir schon bei den drei Hauptgründen wären, weswegen sich der Film für Frauen lohnt: Alle drei gibt es Oberkörper-frei zu sehen! Und für uns Männer gibt es ein paar nette Shots von Helen, gespielt von der deutschen Diane Kruger, und massiv Adrenalin-erzeugende Kämpfe. Auch die Nebenrolle sind sehr gut besetzt, von den Kriegern, über die Trojaner, bis hin zum Adel.

Diese mehr als epischen Kämpfe sind einen eigenen Absatz wert: Man weiß genau, da ist überall Computer dahinter, aber man sieht es bei den meisten Szenen einfach nicht mehr! Oder hat Petersen mit seinem 200 Millionen Dollar Budget wirklich 50.000 Statisten organisiert? Wohl kaum. Wie auch immer, die Schlachten sind besser als bei Herr der Ringe, und allein das ist einen Besuch wert. Respekt geht an die Animateure der Kämpfe!

Dann ist da noch der atemberaubende Zweikampf zwischen Achilles und Hector, der vom ersten Moment an mitreißend ist und den man so schnell nicht mehr vergessen wird – dieser Zweikampf zwischen den zwei noblen, edlen Kriegern, die mental eigentlich ähnlich gesinnt sind, ist die beste Szene im Film, nicht nur technisch, sondern auch von den Emotionen her.

Ach so, man sollte ja noch warnen: Wolfgang Petersen zeigte seinen Hang zum Patriotismus bereits in AIR FORCE ONE, und auch in Troja wird er eingebettet, wo nur möglich. Meistens nervt es extrem, teilweise passt es auch mal. Nicht davon abschrecken lassen, auch diese Szenen gehen vorbei.

Troja sollte man auf jeden Fall sehen, der Film ist ein riesiges, mitreißendes Epos auf BEN HUR Niveau, aber aus Respekt vor Homer sollte man sich auch die Illias als Buch kaufen und die wahre Geschichte lesen, so dass man zwischen Hollywood und Historie unterscheiden kann. 
Ab ins Kino, Spaß haben und etwas von der alten griechischen Mythologie lernen!

Zusammenfassung der Rezension
Datum der Rezension
Name des Filmes
Troja
Gerundete Bewertung
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Troja (Originaltitel: Troy)

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